Dieses Dorf hält freilich zsamm!

15. November 2019 von Anne Tempcke

Einen weiteren Scheck gab es für die Stiftung AKB: Der Verein für Gartenbau und Landschaftspflege Traunwalchen nahm an der Typisierungsaktion teil. Bild © Passauer Neue Presse / GBV

Ganz dem Motto dieser Typisierungsaktion folgend, hielt dieses Dorf wahrlich zusammen: In Hart bei Chieming stand ein ganzer Ort hinter seiner Monika, die in diesem Sommer an Leukämie erkrankt war.

Am vergangenen Sonntag war die Nächstenliebe in Hart groß, freuten sich die Stiftung AKB und die sichtlich gerührte Anni Maier, die Initiatorin der Typisierungsaktion, über die selbstlose Hilfsbereitschaft der Harter Dorfbewohner.

Vom Pfarrer bis zur Feuerwehr, vom Kuchenbäcker bis zum medizinischen Fachpersonal, vom Trachtenverein bis zum Kleingärtner: Für Monika hielten alle zusammen. So rief Pfarrverbandsleiter Pater Burdau in seiner Sonntagspredigt dazu auf, sich an der Typisierungsaktion zu beteiligen, einige Stunden später sah man ihn selbst bei der Blutabnahme im Feuerwehrhaus in Hart, die für die Registrierung in der Stammzellspenderdatei von zentraler Bedeutung ist. 261 Freiwillige waren es insgesamt, die sich bei Stiftung AKB typisieren ließen, neue potenzielle Stammzellspender, die zu Lebensrettern werden können.

Ein wichtiges Statement, das die Harter hier im Kampf gegen die Leukämie setzen, ist ihre unglaubliche Spendenbereitschaft. Über 30.000 Euro waren es insgesamt: Ein Betrag, der über 850 neue Typisierungen finanzieren kann. Der Betrag setzt sich zusammen aus vielen Einzelbeträgen, die im Laufe der Vorbereitung der Aktion an die Stiftung gespendet wurden, beispielsweise durch das Binden und den Verkauf von Herbstkränzen des Ortsvereins, durch die Spende des Erlöses aus dem Palmbuschbinden des Vereins für Gartenbaus und Landschaftspflege (siehe Titelfoto), aber auch den Kuchenverkauf der „wahrscheinlich größten Kuchentheke im Chiemgau“, wie Anni Maier die Kuchen am Sonntag bezeichnete. Ganze 65 Stück wurden für die Typisierungsaktion zur Verfügung gestellt, verschiedenste Spenden gingen auch von umliegenden Bäckereien, Metzgereien und Getränkeherstellern ein, Schützenverein, Burschenverein und Feuerwehr unterstützen die Aktion tatkräftig mit.

Für Monika gibt es bereits erfreuliche Nachrichten und ihr Dorf kann aufatmen: Für die 60-Jährige ist ein passender Spender gefunden worden. Nun kann Monikas Leukämie mit gesunden Stammzellen behandelt werden, wir hoffen auf eine baldige und vollständige Genesung.

Die Stiftung AKB möchte ausdrücklich allen Beteiligten danken, die mit ihrer Hilfsbereitschaft und Solidarität einmal mehr bewiesen haben, wie wertvoll Rückhalt einer Gemeinschaft für einen Patienten ist. Der Wert – den solch ein Zusammenhalten gibt – lässt sich kaum in Worte fassen, aber Hoffnung gibt es.

Stammzellen können Leben retten. Werde auch du zum Lebensretter.