„Warum ned?“-Spendentour

26. April 2019 von Laura Kellermann

Was machen vier Musikanten aus dem Bayerischen Wald, wenn ihnen langweilig ist? Sie gründen eine Band und organisieren eine Tour quer durch Bayern, deren Einnahmen zu 100% gespendet werden.

Genau das haben jedenfalls Matthias, Alfred, Matthias und Martin gemacht. Sie wollten ihre Leidenschaft zur Musik damit verbinden, etwas Gutes zu tun und kontaktierten vor einigen Wochen die Stiftung AKB. Da einer von ihnen selbst schon Stammzellen gespendet hat, war dies das Thema ihrer Wahl: Sie wollen nicht nur möglichst viele Spendengelder sammeln auf ihrer Tour, die dann zu 100% für Neuregistrierungen von potenziellen Stammzellspendern verwendet werden sollten. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist den vier Musikern, über die Themen Typisierung und Stammzellspende aufzuklären und so viele Menschen wie möglich zu einer Registrierung zu bewegen.

Für beide ihrer Ziele eignet sich ihre Tour perfekt: Eine Woche lang reisen sie durch ganz Bayern, spielen tagsüber in Fußgängerzonen und abends in Restaurants oder Biergärten. An zwei der Tourtage wird auch die Stiftung AKB vor Ort sein, um bei der Aufklärung zu unterstützen und alle Interessierten direkt in die weltweite Stammzellspenderdatei aufzunehmen.

Sie begannen damit, sich Sponsoren für ihre Reise zu suchen. Denn Verpflegung, Unterkünfte und Spritkosten würden sie zwar aus eigener Tasche bezahlen – das sollte nicht von den eingenommenen Spendengeldern bezahlt werden! Als Auftakt ihres beispielhaften Vorhabens, haben sich die Musiker als Pate bei „Ein Herz für Niederbayern“ beworben und tatsächlich 1.000 EUR für die Stiftung AKB gewonnen! Radio AWN und die Spardabank Ostbayern unterstützen mit ihrer Zuwendung von je 1.000 EUR gemeinnützige Projekte.

Doch wer sind diese verrückten und wunderbaren Menschen, die einfach spontan beschließen, eine Band zu gründen um Gutes zu tun?

Humor haben sie, das wird spätestens klar, als sie sich auf ihrer Facebookseite und in ihrem Instagramaccount vorstellen. Die vier, das sind:

  • Matthias Fialkowski, kurz Hias genannt, aus Haibach. Er spielt seit 22 Jahren Gitarre und ist dabei, weil seine Kollegen einen nüchternen Fahrer brauchen und er das Projekt echt sinnvoll findet, denn Leukämie kann jeden treffen. Sein Lieblingswitz: Was ist unsichtbar und stinkt nach Würmer? Ein Vogelpfurz.
  • Alfred Gulij (Fredl) aus Geresdorf, der gleich mit drei Instrumenten aufwarten kann: Gitarre, Bass und seiner Stimme. Er spielt seit 35 Jahren Gitarre und meint: „Ich kann von mir behaupten ich bin der beste Gitarrist in Geresdorf… weil ich der Einzige bin 😂“. Dass er bei der Band ist, ist reiner Zufall, doch er ist froh darüber, denn er ist der Meinung, dass sich jeder in die Gemeinschaft einbringen sollte. Wäre er ein Instrument, wäre er wohl ein Klavier: „Ich bin ein sehr gefühlvoller und emotionaler Mensch und es gibt kein Instrument mit dem man Gefühle so gut in Töne verwandeln kann.“
  • Martin Schmid, ebenfalls aus Haibach, spielt die Steirische Harmonika. Er ist dabei, weil er einfach gern Musik macht und es super findet, gleichzeitig etwas damit bewirken zu können. Er sagt: „Stammzellenspende ist wichtig, ganz kurz und einfach gesagt: Weil man damit Leben retten kann!“
  • Matthias Geiger aus Regen, der E-Bass, Keyboard und Akkordeon spielt. Er ist derjenige, der selbst schon Stammzellen gespendet hat. Sein persönliches Ziel wäre es, die Anzahl an Typisierungen zu steigern: „Dann wird irgendwann mal aus der berühmten „Nadel im Heuhaufen“ ein Pfahl, auf den wir uns stützen können!“
  • Und was wäre ein Haufen Kerle ohne starke Frauen, die im Hintergrund die Fäden in der Hand haben und sich um die Organisation kümmern? Das sind bei Warum ned? die Schwestern Maria und Monika aus Haibach. Sie sagen: „Wir sind bei der Tour dabei, weil wir die Idee super finden und die Jungs weibliche Unterstützung brauchen. Stammzellenspende ist wichtig, weil man einem anderen Menschen viele weitere Geburtstage schenken kann!“

Noch mehr persönliche Informationen, Lieblingswitze und ähnliches geben die Musiker und ihre Managerinnen auf ihren Social Media Kanälen preis – Anschauen lohnt sich!

Instagram: warum.ned.Spendentour
Facebook: Warum ned? – Spendentour

Ohren auf: Hier spielt „Warum ned?“den ultiamativen Typsierungssong:

Typisierungslied

*****TYPISIERUNGSLIED*****Heute möchten wir euch unser Typisierungslied präsentieren. Der Text dazu wurde von uns selbst geschrieben und einstudiert. Dies ist eines der vielen Lieder, die ihr bei unseren Auftritten hören werdet. #warumned #typisierung #akb #aktionknochenmarkspendebayern #typisierungslied #leukämie #knochenmarkspende #musik #ärmelhoch #autovideo #sonnenbrillen

Gepostet von Warum ned? – Spendentour am Mittwoch, 10. April 2019

Je nach Wetter werden die Musiker tagsüber in Fußgängerzonen und Parks zu hören sein. Abends folgen dann Auftritte in Wirtshäusern und Gaststätten.

Die Tour beginnt am Samstag, den 27.04. in München. Von 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr spielen die Musiker im Olympia-Einkaufs-Zentrum (Hanauer Str. 68, 80993 München ). Abends geht es weiter um 18:00 Uhr in der Kleinen Villa Flora (Tübinger Str. 19, 80686 München).

Am Sonntag, den 28.04. geht es weiter in Augsburg.

Am Montag, den 29.04. sind die Musiker in Ansbach zu bestaunen. Um 11:00 Uhr sind sie beispielsweise im Brücken-Center in Ansbach (Residenzstraße 2-6, 91522 Ansbach).

Am Dienstag, den 30.04. geht es dann in Würzburg weiter. Abends spielen sie ab 18.30 Uhr im Hofbräukeller (Jägerstraße 17, 97082 Würzburg).

Den Tag der Arbeit am 01.05. verbringen die Musiker in Bayreuth.

Am Donnerstag, den 02.05. treten sie in Regensburg auf. Hier haben sie um 14:00 Uhr einen Auftritt bei der Sparda-Bank Ostbayern Zentrale (Bahnhofstraße 5, 93047 Regensburg) und um 18:00 Uhr geht es weiter im Spitalkeller (Alte Nürnberger Str. 12, 93059 Regensburg).

Den Tourabschluss bildet am Freitag, den 03.05. ein Auftritt in Straubing im Theresien Center von 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr (Oberer-Thor-Platz 3, 94315 Straubing ). Diesen Termin begleitet ein Team der Stiftung AKB mit einer Typisierungsaktion! Jeder Gesunde zwischen 17 und 45 Jahren kann sich per Wangenabstrich in die weltweit vernetzte Datenbank der AKB aufnehmen lassen und zum Lebensretter werden.