Ich habe mich bereits vor mehr als 20 Jahren typisieren lassen und hatte immer Bedenken, ob ich überhaupt noch in der Datenbank gelistet bin. Ja, ich war noch immer gelistet und mein genetischer Zwilling war bis dahin einfach gesund und ich wurde nicht gebraucht.

Vor Weihnachten kam dann ein Brief von der AKB. Meine Frau rief mich in der Arbeit an, dass dies nicht irgendeine Art Werbebrief war, sondern wahrscheinlich etwas Besonderes. Sie hat mir den Brief vorgelesen und ich habe sofort bei der AKB angerufen und die weitere Vorgehensweise besprochen.
Die Termine waren schnell und unkompliziert ausgemacht und als nach den Untersuchungen fest stand, dass ich der passende Spender war, stimmte ich gleich zu. Ich musste darüber überhaupt nicht nachdenken. Für mich war es eine Ehre, dass ich dadurch einem Menschen möglicherweise das Leben retten könnte.

Mir wurde für die Mobilisierung meiner Stammzellen alles detailliert erklärt, sodass ich überhaupt keine Schwierigkeiten dabei hatte das alles daheim alleine durchzuführen.

Am Tag der Spende hat sich das Team sehr gut um mich gekümmert. Die Spende verlief ohne Komplikationen. Es war schon ein bewegender und emotionaler Moment, als ich sah wie sich der Beutel mit den Stammzellen immer weiter füllte. Dieser Beutel machte sich nun auf die Reise und hilft hoffentlich dabei, ein Menschenleben retten zu können.

Für mich als dreifachen Familienvater war es selbstverständlich, dass ich meine Stammzellen spende. Vielleicht kann nun durch meine Spende ein Papa oder eine Mama ihre Kinder weiter aufwachsen sehen.

Das ganze Team hat sich vor, während und nach der Spende bei jedem Anliegen immer wunderbar um mich gekümmert. Vielen herzlichen Dank dafür!