7. Oktober 2018 – Leukämielauf Regensburg

27. September 2018 von Patrick Schumann

Der Regensburger Leukämielauf findet in diesem Jahr bereits zum 20. Mal statt und wie in jedem Jahr ist die Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) auf Einladung der Leukämiehilfe Ostbayern e.V. auch 2018 wieder gerne vor Ort.

Die im Jahr 1993 gegründete Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern nimmt bei Typisierungsaktionen freiwillige Spenderinnen und Spender auf, die bereit sind, ihre Stammzellen für einen an Blutkrebs erkrankten Patienten zu spenden. Spender und Spenderinnen sollten für die Aufnahme in die Spenderdatei zwischen 17 und 45 Jahre alt und gesund sein. Sie werden von den Ärzten und den Mitarbeitern der Stiftung in allen Phasen, vor, während und nach der Spende immer persönlich betreut und begleitet. Innerhalb weniger Jahre wurde die AKB aufgrund der großen Hilfsbereitschaft der Mitbürger mit nunmehr fast 315.000 Spendern zu einer der drei größten Spenderdatenbanken in Deutschland. Die AKB-Spender stehen, wie die Spender aller deutschen Spenderdateien, einem weltweiten Netzwerk zur Verfügung. Mehr als 4.300 Patienten aus der ganzen Welt haben bisher von Spendern der AKB eine lebensrettende Transplantation durch Knochenmark oder periphere Blutstammzellen erhalten und damit die Chance, ein neues und gesundes Leben zu führen. Aber jeder fünfte Patient wartet noch immer vergebens auf die passenden Stammzellen, weil es keinen geeigneten Spender in der weltweiten Datenbank gibt! Deshalb ist es notwendig, noch mehr Menschen als Stammzellspender zu gewinnen, um künftig jedem Patienten eine lebensrettende Transplantation ermöglichen zu können.

Wenn auch Sie Stammzellspender werden möchten und zum Lebensretter werden wollen, kommen Sie doch einfach beim Leukämielauf an den Stand der AKB. Die Registrierung ist denkbar einfach und dauert nur wenige Minuten. Sie unterzeichnen Ihre Einverständniserklärung und geben nur einige Tropfen Ihres Blutes ab. Dazu müssen Sie nicht nüchtern sein. Aus dem Blut werden Ihre Gewebemerkmale bestimmt, die anonymisiert in der weltweit verfügbaren Datenbank gespeichert werden. Sollten irgendwann einmal Ihre Gewebemerkmale mit denen eines Patienten übereinstimmen, kontaktiert Sie eine Mitarbeiterin der AKB und bespricht mit Ihnen das weitere Vorgehen. Eine Stammzellspende ist nicht gefährlich und hat vor allem nichts mit dem Rückenmark oder der Wirbelsäule zu tun! Die Stammzellen werden entweder aus dem peripheren Blut gewonnen, nachdem sie einige Tage mit einem körperidentischen Botenstoff zur Vermehrung angeregt wurden, oder sie werden unter Vollnarkose aus dem Knochen des Beckenkammes entnommen. Egal mit welcher Methode die Stammzellen gewonnen werden, der Körper des Spenders produziert die Zellen in kurzer Zeit nach. Was bleibt, ist das unbeschreiblich schöne Gefühl, einem anderen Menschen das wertvollste Geschenk der Welt gemacht zu haben: die Chance auf ein neues Leben!

 

 

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